Eine Telefonauskunft ist ein Dienst, der auf Anfrage Telefonnummern aus Verzeichnissen nennt. In Deutschland sind Auskunftsdienste unter Nummern im Bereich 118 erreichbar; die Ziffern danach unterscheiden den jeweiligen Anbieter.
Woher die Daten stammen
Die Auskunftsdienste greifen auf die Daten zu, die Telefonanbieter nach § 18 TDDDG auf Antrag bereitstellen müssen. Es handelt sich um die Einträge aus Teilnehmerverzeichnissen, also um Anschlussinhaber, die einem Eintrag zugestimmt haben (§ 17 TDDDG). Wer keinen Eintrag möchte oder ihn löschen lässt, taucht in der Auskunft nicht auf. Wie das geht, beschreibt der Eintrag Telefonbucheintrag.
Kosten und Preisangaben
Auskunftsdienste sind kostenpflichtig, die Preise legt der jeweilige Anbieter fest. Vor der Verbindung muss er den Preis ansagen. Konkrete Beträge nennen wir hier nicht, weil sie je Anbieter und Zeitpunkt abweichen; maßgeblich sind die Preisangaben des Dienstes selbst. Einen Überblick über Sondernummern und Kosten gibt der Ratgeber Kosten von Sondernummern.
Online statt Anruf
Viele Verzeichnisse stellen dieselben Einträge im Internet bereit. Dabei gilt das Prinzip: Gefunden wird nur, wer eingetragen ist und nicht widersprochen hat.
Abgrenzung
- telefonbuch.net ist keine Telefonauskunft. Wir nennen Vorwahlen und Nummernbereiche, keine Teilnehmernummern.
- Behördennummern wie die 115 beantworten Fragen zu Verwaltungsleistungen, nicht Nummern von Privatpersonen.
- Bei Telefonauskunft per Rückfrage nach einer Nummer, die jemand angerufen hat, gilt die Rückwärtssuche-Logik mit ihren Einschränkungen.
Tipp für den Alltag
Bevor Du eine kostenpflichtige Auskunft anrufst, lohnt ein Blick auf die Webseite des Unternehmens. Dort steht die Nummer meist im Impressum oder Kontaktbereich, und Du sparst die Gebühr der Auskunft.
