Ein Ortsgespräch ist ein Telefongespräch zwischen zwei Anschlüssen im selben Ortsnetz, also mit derselben Ortsnetzkennzahl. Alle anderen Gespräche im Inland waren früher Ferngespräche.
Warum es die Unterscheidung gab
Im klassischen Festnetz hing der Preis von der Entfernung ab. Ortsgespräche liefen über wenige Vermittlungsstellen und waren billiger als Gespräche über Fernleitungen. Der Anbieter berechnete deshalb Ortsgespräche zu einem eigenen Tarif.
Wie es heute aussieht
- Die meisten Festnetz-Verträge haben Flatrates, bei denen der Standort des Angerufenen nicht zählt.
- Mobilfunktarife kennen keine Ortsnetze.
- Die Unterscheidung ist vor allem historisch, rechtlich und technisch interessant.
Wie die ehemaligen Tarifstufen zusammenhingen, erklärt der Eintrag zum Ferngespräch.
Vorwahl im Ortsgespräch
Im eigenen Ortsnetz konnte man im klassischen Festnetz früher auf die Vorwahl verzichten, in der Schweiz ist sie auch im Ortsgespräch zu wählen, und mit dem Handy braucht man sie immer. Heute empfiehlt es sich, die Vorwahl immer mitzuwählen; das funktioniert in jedem Fall.
Abgrenzung
Der Begriff „Ortsgespräch“ bezieht sich auf das Festnetz. Anrufe zu Servicerufnummern wie 0800 oder zu Mobilnummern sind keine Ortsgespräche, auch wenn der Angerufene im gleichen Ort sitzt. Das hängt allein an der Nummer, nicht am Standort. Weitere Grundlagen zur Vorwahl findest Du unter Vorwahl.
Merke
Für die Nummernwahl bleibt die Idee des Ortsnetzes wichtig, auch wenn der Preisunterschied weggefallen ist. Die Ortsnetzkennzahl legt fest, wo eine geografische Nummer ursprünglich eingerichtet wurde. Bei VoIP und Portierung kann der tatsächliche Standort davon abweichen.
