Eine Durchwahl ist die Ziffernfolge, die an die Stammnummer eines Anlagenanschlusses angehängt wird und einen Mitarbeiter oder eine Abteilung direkt erreichbar macht. Sie setzt eine Telefonanlage voraus.
Aufbau
Eine Nummer mit Durchwahl besteht aus Vorwahl, Stammnummer (auch Anlagenrufnummer) und Durchwahl. Beispiel in fiktiver Form: 089 1234-56. Dabei ist 089 die Ortsnetzkennzahl, 1234 die Stammnummer und 56 die Durchwahl. Die Stammnummer bringt Anrufer in die Zentrale, die Durchwahl direkt zum Platz.
Schreibweise
Die Durchwahl wird meist mit Bindestrich abgesetzt. Nach DIN 5008 wird sie vom Rest der Nummer getrennt, siehe DIN 5008. International schreibt man die Nummer ohne Bindestrich als +49 89 123456, weil die Telefonanlage die Stellen selbst auswertet.
Wahl aus dem Ausland
Auch hier wählst Du die gesamte Zeichenfolge in Folge: Ländervorwahl, Ortsvorwahl ohne 0, Stammnummer und Durchwahl. Das Format entspricht E.164. Eine Pause oder ein Warteton zwischen Stammnummer und Durchwahl ist nicht nötig, wenn die Anlage die Durchwahl direkt annimmt.
Länge
Die Zahl der Durchwahlstellen richtet sich nach Größe der Firma. Kleine Anlagen haben ein- oder zweistellige Durchwahlen, große Unternehmen mehrstellige. Die Länge legt der Betreiber der Anlage im Rahmen der vergebenen Nummernblöcke fest.
Abgrenzung
Eine Sammelrufnummer bündelt mehrere Anschlüsse hinter einer Nummer, eine Durchwahl dagegen adressiert gezielt einen einzelnen Nebenstellenanschluss. Die Durchwahl ist auch nicht dasselbe wie die Teilnehmerrufnummer eines normalen Anschlusses.
Praxistipp
Gib auf Visitenkarten und in E-Mail-Signaturen die Durchwahl vollständig an, am besten sowohl mit Bindestrich in der nationalen Form als auch ohne Trennzeichen in der Form mit Pluszeichen. So erreichen Dich Anrufer aus dem In- und Ausland ohne Umweg über die Zentrale.
