Ein Analoganschluss ist die älteste Form des Telefonanschlusses. Die Sprache wird als analoges Signal über eine Kupferdoppelader zur Vermittlungsstelle übertragen. Ein Anschluss bietet in der Regel einen Sprachkanal, an dem ein Telefon, ein Anrufbeantworter oder ein Faxgerät betrieben wird.
Besonderheiten
- Meist nur eine Rufnummer pro Anschluss, im Gegensatz zum ISDN-Anschluss
- Es kann nur ein Gespräch gleichzeitig geführt werden
- Wahl per Mehrfrequenzverfahren (Tonwahl), früher auch per Impulswahl mit Wählscheibe
- Zusatzfunktionen wie Rufnummernanzeige hängen vom Anbieter und vom Endgerät ab
Die Nummer bleibt erhalten
Eine Analog-Rufnummer ist in der Regel eine geografische Rufnummer mit Ortsnetzkennzahl. Wechselt der Anbieter die Technik, kann die Nummer nach den Vorgaben des Anbieters im neuen Anschluss weiterverwendet werden. Die gesetzliche Grundlage für Anbieterwechsel und Rufnummernmitnahme ist § 59 TKG.
Umstellung auf All-IP
Die Netzbetreiber ersetzen analoge Anschlüsse schrittweise durch All-IP. Wer ein klassisches Telefon behalten möchte, kann es meist an einer entsprechenden Buchse am Router weiterbetreiben. Ältere Zusatzgeräte wie Alarmanlagen, Notruftelefone oder Frankiermaschinen, die auf Analogtechnik ausgelegt sind, sollten vor der Umstellung geprüft werden; ihr Hersteller oder Betreiber kann Auskunft geben.
Analog, ISDN und All-IP sind verschiedene Arten, denselben Zweck zu erfüllen: den Telefonanschluss ans Netz zu bringen. Die Rufnummer als solche und ihre Vorwahl bleiben davon unberührt.
Wenn Du eine alte Nummer prüfen möchtest, hilft Dir das Vorwahlverzeichnis Deutschland, um die Ortsnetzkennzahl zuzuordnen.
Wann sich ein Wechsel lohnt
Ein Wechsel auf einen IP-basierten Anschluss ergibt vor allem dann Sinn, wenn Du ohnehin einen Internetvertrag brauchst. Dann bündelt der Router Telefon und Internet, und Du sparst die zusätzliche Leitung.
