Eine geografische Rufnummer trägt eine Ortsnetzkennzahl und hat dadurch einen Ortsbezug. Sie ist der klassische Typ der Festnetznummer: 0, Ortsnetzkennzahl, Teilnehmerrufnummer.
Aufbau
- Verkehrsausscheidungsziffer 0
- Ortsnetzkennzahl, zum Beispiel 89 für München (089)
- Teilnehmerrufnummer des Anschlusses
In internationaler Schreibweise sieht das so aus: +49 89 1234567.
Was der Ortsbezug bedeutet
Die Zuordnung zum Ortsnetzbereich macht erkennbar, aus welcher Gegend eine Nummer stammt. Das ist für Kunden und Firmen nützlich, weil Vertrauen und lokale Erkennbarkeit steigen. Bei VoIP-Anschlüssen muss ein Ortsnetz nicht mehr dem Aufenthaltsort entsprechen; ob und wie die Nutzung außerhalb des Ortsnetzes zulässig ist, richtet sich nach den Regeln des Anbieters und der Zuteilungsregeln.
Abgrenzung
| Typ | Beispiele | Ortsbezug |
|---|---|---|
| geografisch | 030, 040, 089 | ja |
| nicht-geografisch | 0800, 0900, 032, Mobilfunk | nein |
Geografische Nummern gibt es auch in Österreich und der Schweiz, jeweils mit eigenen Ortsnetzkennzahlen. Vorwahlen aus Deutschland findest Du im Vorwahlverzeichnis.
Wenn Du eine Nummer prüfst: Eine Ortsvorwahl sagt nur, welchem Gebiet die Nummer zugeteilt wurde, nicht, wo sich der Anrufer gerade befindet, vor allem bei IP-Telefonie und Portierung.
Warum Firmen sie bevorzugen
Für lokale Betriebe ist eine Nummer mit Ortsvorwahl ein Vertrauenssignal. Kunden erkennen, dass das Unternehmen in der Nähe sitzt, und scheuen weniger Kosten als bei einer Sonderrufnummer.
Besonderheit bei Vorwahlen mit mehreren Ziffern
Ortsnetzkennzahlen haben unterschiedliche Längen: Große Städte besitzen kurze Vorwahlen wie 30 für Berlin, kleinere Orte längere. Die Länge sagt aber nichts über die Qualität des Anschlusses.
Wie Vorwahlen entstehen und sich verändern, beschreibt der Ratgeber Aufbau deutscher Vorwahlen.
