Ein Netzbetreiber betreibt die technische Infrastruktur, über die Telefongespräche geführt werden: Leitungen, Vermittlungstechnik, Funkmasten und die Übergänge zu anderen Netzen. Der Begriff umfasst Festnetz- ebenso wie Mobilfunknetzbetreiber.
Netzbetreiber und Diensteanbieter
Nicht jedes Unternehmen, bei dem Du einen Vertrag hast, betreibt ein eigenes Netz. Viele Anbieter mieten Leistungen bei einem Netzbetreiber ein und vermarkten sie unter eigener Marke. Für Dich als Kunden zählt vor allem der Vertragspartner, für die Vorwahl- und Rufnummernlogik zählt dagegen, welchem Netz die Nummer ursprünglich zugeteilt wurde.
Rufnummernblöcke und Zuteilung
Rufnummern werden nicht einzeln vergeben, sondern in Blöcken an Netzbetreiber und Anbieter. In Deutschland ist dafür die Bundesnetzagentur zuständig; in Österreich teilt die RTR Rufnummern per Bescheid zu, in der Schweiz verwaltet das BAKOM den Nummernplan. Details zu solchen Blöcken siehe Rufnummernblock.
Dass eine Nummer einem bestimmten Netz zugeteilt wurde, heißt heute nicht mehr, dass sie dort bleibt. Durch die Rufnummernportierung können Kunden ihre Nummer mitnehmen, wenn sie den Anbieter wechseln. Die Vorwahl allein verrät deshalb nicht verlässlich, in welchem Netz ein Anschluss tatsächlich liegt.
Verbindungen zwischen Netzen
Wenn Du jemanden in einem anderen Netz anrufst, übergibt Dein Netzbetreiber das Gespräch an den Netzbetreiber des Zielanschlusses. Diese Zusammenschaltung sorgt dafür, dass jeder jeden erreichen kann, unabhängig davon, wer sein Anbieter ist.
- Festnetzbetreiber: Ortsnetze, Anschlüsse, Zusammenschaltung
- Mobilfunknetzbetreiber: eigene Funknetze mit Mobilfunkvorwahlen
- Verbindungsnetzbetreiber: früher über Call-by-Call wählbar
Beispiele für Netzarten
Im Festnetz unterscheidet man Teilnehmernetzbetreiber, bei denen Dein Anschluss liegt, und Betreiber, die Gespräche weiterleiten. Im Mobilfunk betreibt jeder Netzbetreiber ein eigenes Funknetz und verwendet zugeteilte Mobilfunkvorwahlen.
