Ein Mobilfunknetz verbindet Endgeräte drahtlos über ein Netz aus Funkzellen mit Basisstationen. Das Handy meldet sich in der Zelle mit dem besten Empfang an und wird beim Ortswechsel von Zelle zu Zelle weitergereicht. Rufnummern im Mobilfunknetz sind deshalb nicht an einen Ort gebunden, sondern tragen eine Mobilfunkvorwahl.
Technik-Generationen
Mobilfunk hat sich über mehrere Generationen entwickelt: GSM (2G), UMTS (3G), LTE (4G) und 5G. Sprachtelefonie läuft bei neueren Netzen über IP-basierte Verfahren wie VoLTE. Ob alte Standards noch abgeschaltet werden, entscheiden die Betreiber.
Betreiber und virtuelle Anbieter
In Deutschland betreiben Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) eigene Netze; 1&1 baut ein eigenes Netz auf. Daneben gibt es viele Marken, die Netze mieten, sogenannte virtuelle Netzbetreiber (MVNO). Für die Rufnummer heißt das: Der Anbieter hinter einer Nummer ist oft nicht der Netzbetreiber, und nach einer Portierung erst recht nicht.
Roaming und Ausland
Im Ausland bucht sich Dein Handy in das Netz eines Partners ein, siehe Roaming. Die eigene Nummer bleibt dabei erreichbar. Aus dem Ausland wählst Du die Nummer dann in der Form +49 …, siehe E.164.
Abgrenzung
Das Festnetz arbeitet mit Anschlüssen an festen Adressen und Ortsnetzkennzahlen. Im Mobilfunk lässt sich daher aus der Nummer weder der Standort noch sicher der Anbieter ableiten. Wer eine Nummer im Mobilfunk anruft, zahlt je nach Tarif unterschiedlich; zu den Regeln für Sondernummern siehe Kosten von Sondernummern.
Praxistipp
Bei schlechtem Empfang in Gebäuden helfen WLAN-Telefonie (WLAN-Call) oder ein Wechsel des Standorts. Beides ändert Deine Rufnummer nicht, die Erreichbarkeit bleibt erhalten. Notrufe funktionieren in jedem verfügbaren Netz, auch wenn Dein eigener Anbieter am Ort keinen Empfang hat, sofern ein anderes Netz erreichbar ist.
