Eine nicht-geografische Rufnummer ist eine Rufnummer, die keinem Ort zugeordnet ist. Sie enthält keine Ortsnetzkennzahl. Wo sich Anrufer oder Angerufener befinden, lässt sich daher aus der Nummer nicht ablesen.
Typische Beispiele
- Mobilfunknummern mit eigener Mobilfunkvorwahl (Mobilfunkvorwahl)
- Servicenummern wie 0800, 0180 und 0900
- Persönliche Rufnummern (0700)
- Nationale Teilnehmerrufnummern (032), die laut Bundesnetzagentur keinen Ortsbezug haben
Warum es sie gibt
Bei Diensten, die nicht an einen Standort gebunden sind, wäre eine Ortsvorwahl irreführend. Eine Servicehotline soll bundesweit unter derselben Nummer erreichbar sein, eine Mobilnummer soll mitgehen, wenn jemand umzieht, und eine persönliche Rufnummer soll unabhängig vom Gerät erreichbar bleiben. Nicht-geografische Nummern lösen diese Aufgabe.
Was das für Dich bedeutet
- Bei Preisen zählt die Nummerngasse, nicht der Ort: Im Mobilfunk und bei Sonderrufnummern gelten eigene Tarife. Details im Ratgeber Kosten von Sondernummern.
- Bei Verdacht auf Missbrauch hilft die Gasse zur Einordnung, siehe Rufnummerngasse.
- Für die Lokalisierung eines Anschlusses taugt die Vorwahl hier nicht; sie sagt höchstens etwas zum Netz oder zur Dienstart.
Das Gegenstück ist die geografische Rufnummer. Beide gemeinsam bilden den Nummernraum, den die Bundesnetzagentur verwaltet.
Beispielhafte Einordnung
Eine Nummer mit 0151, 0160 oder 0170 am Anfang gehört zum Mobilfunk, 0800 zu kostenfreien Servicediensten und 0900 zu Premium-Diensten. Mit der ersten Ziffernfolge nach der 0 lässt sich der Typ meist bestimmen.
Hinweis zu Anzeige und Missbrauch
Weil der Ort fehlt, nutzen Betrüger gern Nummern ohne Ortsbezug. Ob eine Nummer tatsächlich zu der angezeigten Gasse gehört, kannst Du über die Bundesnetzagentur prüfen lassen.
