Ein Rufnummernblock ist ein zusammenhängender Bereich aufeinanderfolgender Rufnummern, der von der Regulierungsbehörde als Ganzes an einen Anbieter oder Betreiber zugeteilt wird. Endkunden erhalten nie den Block, sondern einzelne Nummern oder Durchwahlen aus einem Block.
Aufbau am Beispiel (0)32
Bei den nationalen Teilnehmerrufnummern der Bundesnetzagentur besteht eine Nummer aus der 0, der Dienstkennzahl 32, einer sechsstelligen Blockkennung und einer dreistelligen Endnummer. Ein Block umfasst damit die Nummern, die sich in den letzten drei Stellen unterscheiden. Der Block (0)32 99 wurde für die Bundeswehr vorgesehen, die für ihr internes Netz viele Nummern benötigt. Die Bundesnetzagentur stellt außerdem ein Verzeichnis zugeteilter Blöcke zum Download bereit.
Vom Block zur Nummer
- Die Bundesnetzagentur teilt dem Anbieter einen Block zu.
- Der Netzbetreiber schaltet die Nummern im Netz frei.
- Der Anbieter vergibt einzelne Nummern an Kunden oder reicht eine Stammnummer samt Durchwahl weiter.
Bei Ortsnetz-Rufnummern ist die Logik ähnlich: Anbieter bekommen Blöcke innerhalb einer Ortsnetzkennzahl. Wegen der Rufnummernportierung sagt die Blockzuteilung aber nur etwas über den ursprünglichen Anbieter aus, nicht zwingend über den heutigen.
Abgrenzung
- Rufnummerngasse: Bereich für eine Nutzungsart, größer als ein Block
- Sammelrufnummer: eine Nummer, die mehrere Anschlüsse erreicht – nicht mit einem Block zu verwechseln
Österreich vergibt Nummern per Bescheid der RTR und bietet dazu eine Rufnummernsuche an.
Beispiel
Ein Unternehmen bekommt von seinem Anbieter eine Stammnummer samt Durchwahlbereich. Der Anbieter wiederum hat diesen Bereich aus einem größeren Block erhalten, den die Behörde zugeteilt hat. So entsteht eine Kette von der Regulierung bis zum einzelnen Schreibtisch.
