Die Anrufweiterleitung (auch Rufumleitung) leitet eingehende Anrufe an eine andere Rufnummer um, etwa vom Festnetz aufs Handy oder von der Firmennummer an das Ausland.
Varianten
- Sofort (unbedingt): jeder Anruf wird umgeleitet.
- Bei Besetzt: nur, wenn die Leitung belegt ist.
- Bei Nichtmelden: nach einigen Klingelzeichen.
- Bei Nichterreichbarkeit: etwa bei ausgeschaltetem Handy.
Einrichtung
Im Mobilfunk gibt es standardisierte Codes: Mit *21*Zielnummer# wird die Sofortweiterleitung aktiviert, mit #21# wieder ausgeschaltet und ##002# löscht alle Weiterleitungen. Im Festnetz geht das meist am Router (Fritz!Box und andere) oder über das Kundenportal des Anbieters. Bei Firmen übernimmt das die Telefonanlage.
Kosten und Fallstricke
Bei einer Weiterleitung entstehen häufig Kosten für das Gespräch zum Ziel, die den Umleitenden belasten, nicht den Anrufer. Wird ins Ausland oder auf eine Mobilfunknummer umgeleitet, können sie deutlich höher sein als gewohnt. Prüfe die Konditionen in Deinem Tarif. Die Weiterleitung zu Mehrwertdiensten ist bei manchen Anbietern gesperrt.
Abgrenzung
Bei der Rufnummernportierung zieht die Nummer selbst zu einem neuen Anbieter. Bei der Anrufweiterleitung bleibt die Nummer, nur der einzelne Anruf wird umgeleitet. Ebenfalls verschieden ist die Sammelrufnummer, bei der mehrere Anschlüsse parallel oder nacheinander klingeln.
Praxistipp
Teste die Weiterleitung nach dem Einrichten mit einem Anruf von einem anderen Anschluss. Vergiss nicht, sie wieder auszuschalten, wenn der Grund entfällt. Sonst kommen Anrufe weiter am falschen Ort an, und es können dauerhaft Kosten entstehen. Eine Erinnerung im Kalender hilft.
