Ein Mehrwertdienst ist ein Telefondienst, bei dem Du für eine Leistung bezahlst, die über die Telefonrechnung des Anschlusses abgerechnet wird. Typische Beispiele sind Informationsdienste, Beratung, Unterhaltung oder Spenden- und Abstimmungsnummern.
Nummernbereiche
- Deutschland: 0900 für Mehrwertdienste, 0137 für Massenverkehr
- Österreich: unter anderem 0900 und weitere Bereiche
- Schweiz: unter anderem 0900, 0901 und 0906
International spricht man auch von Premium-Rate-Diensten.
Abrechnung
Das Entgelt setzt sich aus dem Verbindungsentgelt des Netzbetreibers und dem Entgelt für den Dienst zusammen. Es wird entweder pro Minute oder pro Anruf berechnet. Der Anbieter muss den Preis bekanntgeben. Bei vielen Diensten besteht eine Pflicht zur Preisansage vor der Verbindung, die Höhe richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben.
Schutz und Beschwerden
- Es gelten gesetzliche Preisobergrenzen und Preisangabepflichten.
- Anschlussinhaber können bei ihrem Anbieter eine Sperre für Mehrwertdienste einrichten lassen.
- Bei Missbrauch kannst Du Dich an die Bundesnetzagentur wenden, siehe Rufnummernmissbrauch.
Abgrenzung
Eine Servicerufnummer (0800, 0180) bietet dagegen Kundenservice. Auch Freecall ist kein Mehrwertdienst. Welche Preise bei welchen Nummern gelten, findest Du im Ratgeber Kosten von Sondernummern.
Praxistipp
Höre die Preisansage bis zum Ende und lege auf, wenn Dir der Preis zu hoch ist. Bei Kindern im Haushalt kann eine Sperre sinnvoll sein. Kontrolliere Deine Telefonrechnung regelmäßig. Unerklärliche Posten solltest Du zügig beim Anbieter beanstanden.
Typische Beispiele
Dazu zählen telefonische Fachberatung, Hotlines zu Software oder Technik, Gewinnspiel- und Abstimmungsnummern, Horoskope, Hörerwünsche im Radio und Spendenaufrufe im Fernsehen. Ob eine Nummer ein Mehrwertdienst ist, erkennst Du an der Vorwahl und an der Preisansage vor dem Gesprächsbeginn. Bei Unsicherheit lohnt ein Blick auf die Preisangabe in der Werbung oder auf der Webseite des Anbieters.
