Eine Shared-Cost-Nummer (englisch für „geteilte Kosten“) ist eine Servicerufnummer, bei der sich Anrufer und Unternehmen die Gesprächskosten teilen. In Deutschland ist das vor allem der Bereich 0180.
Prinzip
Der Anrufer zahlt einen Teil der Verbindungskosten, das Unternehmen trägt den Rest. Dadurch kann es günstiger sein als eine Premium-Nummer, ist aber nicht kostenlos wie Freecall (0800). Wie viel genau bezahlt wird, hängt vom Tarif des Anrufers und vom jeweiligen Netz ab; Anbieter müssen vor der Verbindung den Preis ansagen. Konkrete Cent-Beträge sind deshalb keine feste Größe.
Vergleich der Dienstarten
| Dienst | Kostenverteilung |
|---|---|
| Freecall (0800) | Kosten trägt der Angerufene |
| Shared Cost (0180) | Kosten werden geteilt |
| Premium-Rate (0900) | Anrufer zahlt Verbindung plus Entgelt für den Dienst |
Hinweise für Anrufer
- Achte auf die Preisansage am Anfang des Gesprächs.
- Viele Unternehmen nennen zusätzlich eine Ortsnummer, die im Festnetz-Tarif enthalten sein kann.
- Aus dem Ausland sind 0180er-Nummern nicht immer erreichbar.
- Prüfe Deine Telefonrechnung, bei Auffälligkeiten melde den Fall der Bundesnetzagentur (siehe Rufnummernmissbrauch).
Einordnung
Shared-Cost-Nummern gehören zu den Sonderrufnummern und sind nicht-geografisch. Wie Preisregeln für diese Gassen im Einzelnen aussehen, beschreibt der Ratgeber Kosten von Sondernummern.
Alternative Nummern
Viele Firmen bieten neben ihrer Servicenummer eine Festnetznummer mit Ortsvorwahl an. Dort greifen die Konditionen Deines normalen Tarifs, was für Flatrate-Kunden meist günstiger ist.
Beispiel zur Orientierung
Ruft Dich ein Unternehmen über eine 0180-Nummer an, zahlst Du nichts; rufst Du selbst dort an, teilen sich beide Seiten die Kosten. Aus welchem Netz Du anrufst, kann den Preis verändern.
