Als Sonderrufnummer bezeichnet man Telefonnummern, die nicht an einen Ort gebunden sind und für besondere Dienste dienen. Sie beginnen mit einer festen Zifferngruppe nach der 0 und folgen eigenen Regeln für Preis, Nutzung und Zuteilung.
Die wichtigsten Gruppen
| Bereich | Zweck |
|---|---|
| 0800 | für Anrufer kostenfreie Servicenummern (Freecall) |
| 0180 | Servicenummern mit geteilten Kosten (Shared Cost) |
| 0137 | Massenverkehrsdienste, etwa Televoting |
| 0900 | Premium-Dienste (Premium-Rate) |
| 0700 | persönliche Rufnummern |
| 032 | nationale Teilnehmerrufnummern |
Warum man auf die Kosten achten sollte
Während Nummern mit Ortsvorwahl wie normale Festnetzgespräche abgerechnet werden, hängt der Preis bei Sonderrufnummern von der Nummerngasse ab. Der Gesetzgeber hat dafür Preisobergrenzen und Preisansagepflichten festgelegt. Die konkreten Beträge unterscheiden sich je nach Dienst und Netz, daher nennen wir sie hier nicht pauschal; im Ratgeber Kosten von Sondernummern findest Du die geprüften Hinweise.
Erreichbarkeit
Nicht jede Sonderrufnummer ist aus dem Ausland oder aus allen Mobilfunknetzen erreichbar. Wer aus dem Ausland anruft, sollte auf Alternativnummern mit Ortsvorwahl achten, die viele Unternehmen zusätzlich angeben.
Die Bundesnetzagentur verwaltet die Gassen, siehe Rufnummerngasse, und geht gegen Rufnummernmissbrauch vor. Den Gegenpart bilden die geografischen Rufnummern.
Missbrauch erkennen
Unseriöse Anbieter setzen auf Rückrufe zu teuren Nummern. Gib eine Rückrufnummer deshalb nur im Zusammenhang mit einem erwarteten Dienst ein und prüfe sie vorher.
Beispiel zur Einordnung
Die Nummer 0800 12345 ist für Anrufer kostenfrei, die Nummer 0900 12345 ein Premium-Dienst und die Nummer 0180 5 12345 eine Servicenummer mit geteilten Kosten. Die Beispiele zeigen nur das Muster, nicht reale Anschlüsse.
Welche Preisregeln im Einzelnen gelten, hängt von der Gasse und vom Tarif ab; verlässliche Angaben liefert immer die Preisansage des Dienstes.
