Ein Ping-Anruf (japanisch auch „Wangiri“, etwa „einmal klingeln und auflegen“) ist ein Anruf, der nach einem kurzen Klingeln wieder abbricht. Du siehst eine Nummer in der Anrufliste und sollst zurückrufen. Der Rückruf führt dann zu einer Nummer mit hohen Kosten, oft im Ausland oder in einem Mehrwertdienst-Bereich.
Woran Du ihn erkennst
- Der Anruf klingelt nur ein- bis zweimal.
- Die Nummer ist unbekannt, oft mit ungewöhnlicher Ländervorwahl.
- Es erscheinen mehrere Anrufe zu verschiedenen Uhrzeiten.
- Es gibt keine Nachricht auf der Mailbox.
Was dahintersteckt
Die Täter wollen, dass Du aus Neugier oder Höflichkeit zurückrufst. Beim Rückruf entstehen Verbindungskosten oder Zusatzentgelte, die zum Teil an die Betreiber der Nummer fließen. Die Anrufe laufen häufig automatisiert in großer Zahl.
Richtig reagieren
- Nicht zurückrufen, wenn Du die Nummer nicht kennst.
- Nummer blockieren, in der Anrufliste oder bei Deinem Anbieter.
- Prüfe, wenn möglich, die Vorwahl: Ist es ein Land, mit dem Du nichts zu tun hast?
- Melde den Vorfall der Bundesnetzagentur (Deutschland) oder RTR (Österreich).
Falls Du bereits zurückgerufen hast, schaue auf Deine nächste Rechnung und wende Dich bei unerklärlichen Posten an den Anbieter. Ausführliche Hilfe: Ping-Anrufe erkennen.
Abgrenzung
Beim Call-ID-Spoofing wird die Absendernummer gefälscht, beim Ping-Anruf ist sie meist echt, aber teuer. Beides zählt zum Rufnummernmissbrauch.
Merke
Ein verpasster Anruf ohne Nachricht ist kein Grund zur Eile. Wer Dich wirklich erreichen will, versucht es erneut oder schreibt. Du verlierst durch Nichtstun nichts, durch einen vorschnellen Rückruf aber möglicherweise Geld. Lege besonders bei Auslandsnummern eine Blockierregel an.
