Die harmonisierten Dienste von sozialem Wert sind Hilfsangebote, die in der EU unter einheitlichen Rufnummern mit der Vorwahl 116 erreichbar sein sollen. Die EU hat den Nummernbereich 116 dafür reserviert, damit Hilfe suchende Menschen in jedem Mitgliedstaat dieselbe Nummer wählen können. Welche Dienste tatsächlich angeboten werden, entscheidet jedes Land.
Beispiele aus Deutschland
- 116 117: ärztlicher Bereitschaftsdienst außerhalb der Sprechzeiten
- 116 111: Kinder- und Jugendtelefon
- 116 123: Beratung in seelischen Krisen
- 116 006: Hilfetelefon für Opfer von Straftaten
- 116 116: Sperr-Notruf
Welche Nummern in Österreich und der Schweiz zur Verfügung stehen, kann abweichen. Die Auflistung der offiziellen Stellen gibt Auskunft.
Kosten
Die 116-Nummern sollen für Anrufer kostenfrei sein. Ob dies auch im Ausland oder aus Mobilnetzen unter allen Bedingungen gilt, hängt von Anbieter und Land ab. Prüfe das im Zweifel vor dem Anruf. Mehr zu den einzelnen Diensten im Ratgeber Harmonisierte 116-Nummern.
Abgrenzung
- Die 116-Nummern sind keine Notrufe. Bei akuter Gefahr gilt die 112.
- Die 115 ist eine eigene Rufnummer für Behördenfragen.
- Von Servicerufnummern unterscheiden sich 116-Dienste durch ihre soziale Zielsetzung und die einheitliche Nummer.
Merke
Das Angebot unter einer 116-Nummer kann sich von Land zu Land unterscheiden: Eine Nummer, die in Deutschland aktiv ist, muss in einem anderen EU-Staat nicht betrieben werden. Prüfe vor einer Reise oder bei einem Auslandsanruf, ob der Dienst im jeweiligen Land verfügbar ist.
