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116 116: Der Sperr-Notruf für Karten und Konten

Mit der 116 116 sperrst Du verlorene Karten und elektronische Zugänge rund um die Uhr. Aus dem deutschen Festnetz ist der Anruf kostenlos, aus dem Mobilnetz und dem Ausland können Gebühren anfallen.

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116 116: Der Sperr-Notruf für Karten und Konten

Die 116 116 ist die zentrale Nummer, um verlorene oder gestohlene elektronische Berechtigungen zu sperren. Die Bundesnetzagentur führt sie unter den harmonisierten Diensten als zentrale Stelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen, betrieben vom Sperr e.V. Das Glossar erklärt die Nummernart unter harmonisierte Dienste 116; eine Übersicht aller Nummern findest Du im Ratgeber Harmonisierte 116er-Nummern.

Was lässt sich mit der 116 116 sperren?

Laut Sperr-Notruf hilft der Dienst beim Schutz aller elektronischen Berechtigungsmedien. Genannt werden:

  • girocard (früher ec-Karte)
  • Kreditkarte
  • Online-Banking
  • E-Personalausweis
  • SIM-Karte

Für das Sperren von Online-Banking oder girocard solltest Du Kontonummer und Bankleitzahl oder Deine IBAN bereithalten. Notiere Dir außerdem Datum und Uhrzeit der Sperrung.

Erreichbarkeit und Kosten

Der Sperr-Notruf ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche verfügbar, auch an Feiertagen. Zu den Kosten sagt der Betreiber: Anrufe aus dem deutschen Festnetz sind kostenlos, aus dem Mobilnetz können Gebühren anfallen. Für Anrufe aus dem Ausland können je nach Anbieter oder Netzbetreiber Kosten entstehen. Darauf hat der Sperr-Notruf keinen Einfluss.

Das ist eine Besonderheit unter den 116er-Nummern: Verlasse Dich bei dieser Nummer nicht darauf, dass sie vom Handy kostenlos ist. Gerade bei einem Notfall zählt aber zuerst die Sperrung. Die Gebühren sind im Vergleich zu einem möglichen Schaden nachrangig.

Aus dem Ausland

Der Sperr-Notruf ist auch außerhalb von Deutschland erreichbar – über +49 116 116 oder +49 30 4050 4050. Der Betreiber nennt beide Nummern für Anrufe aus dem Ausland. Allgemeine Hinweise zu Anrufen nach Deutschland: Aus dem Ausland nach Deutschland anrufen und die Seite zur Landesvorwahl Deutschland.

Was Du nach dem Anruf tun solltest

  1. Rufe die 116 116 an und lasse die betroffenen Karten oder Zugänge sperren.
  2. Erstatte bei Diebstahl oder Verdacht auf missbräuchliche Kartennutzung sofort Anzeige bei der Polizei, nachdem Du gesperrt hast. Bei akuter Gefahr rufe den Notruf 110.
  3. Wende Dich bei Fragen zu Ersatzkarten an Deine Bank oder Deinen Anbieter.

Wenn Du nicht telefonieren kannst, weist der Betreiber auf alternative Sperrmöglichkeiten hin. Details dazu stehen auf sperr-notruf.de.

Zuteilung der Nummer

Nummern mit 116 am Anfang sind in der EU für harmonisierte Dienste von sozialem Wert reserviert. Die Bundesnetzagentur teilt sie direkt an den Anbieter des Dienstes zu, sobald eine Entscheidung der EU vorliegt. In Deutschland gehört die 116 116 dem Sperr e.V. Bei der Auswahl bewertet die Bundesnetzagentur unter anderem, ob ein Dienst jederzeit, bundesweit und entgeltfrei im Inland erreichbar sein soll. Für die 116 116 nennt der Betreiber selbst die oben beschriebenen Einschränkungen bei Mobilfunk und Ausland.

Sicherheitshinweise

  • Nenne am Telefon keine PIN. Für die Sperrung von girocard und Online-Banking nennt der Betreiber Kontonummer und Bankleitzahl oder IBAN als Angaben.
  • Speichere die Nummer in Deinem Handy, damit Du sie im Ernstfall schnell findest.
  • Prüfe Kontoauszüge nach einem Verlust regelmäßig auf unbekannte Buchungen.

Weitere wichtige Rufnummern: 112 für lebensbedrohliche Notfälle und 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Häufige Fragen

Ist die 116 116 kostenlos?
Aus dem deutschen Festnetz ja. Laut Sperr-Notruf können aus dem Mobilnetz Gebühren anfallen, und aus dem Ausland können je nach Anbieter Kosten entstehen.
Wie erreiche ich den Sperr-Notruf aus dem Ausland?
Über +49 116 116 oder +49 30 4050 4050.
Wann ist der Sperr-Notruf erreichbar?
Rund um die Uhr, 24 Stunden täglich, auch an Feiertagen.